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Gutes Trinkwasser hat seinen guten Grund: Grundwasser! 98 Prozent der Berner Bevölkerung beziehen ihr Trinkwasser aus Grund- und Quellwasser.
Die Qualität dieses Wassers wird von verschiedenen Instanzen regelmässig überprüft. Sie wird selbst von streng urteilenden Fachleuten als gut bezeichnet. Ein besonders kritisches Auge wird dabei auf mögliche Versickerungen im Siedlungsgebiet gerichtet. Seit 2000 gibt es auf dem ganzen Kantonsgebiet ein sogenanntes Grundwassermonitoring, das allfällige Verschmutzungen rechtzeitig erkennt.
Bundesverfassung, Gewässerschutzgesetz und -verordnung, aber auch vom Kanton Bern ausgeschiedene Grundwasser-Schutzzonen bieten sicheren Schutz. So bewahren grosse Schutzzonen das Fördergebiet der SWG vor dem Eindringen von Schadstoffen. Details sind im Schutzzonenreglement festgehalten.
100 Regentropfen - und was aus ihnen wird
Im Versorgungsgebiet der SWG kann man davon ausgehen, dass von 100 Regentropfen rund 40 wieder zurück in die Atmosphäre verdunsten (Evaporation). Ein Teil wird zwar von den Pflanzen aus dem Boden aufgenommen, dann aber wieder in die Luft abgegeben (Transpiration).
Weitere 30 Tropfen fliessen in Bäche, Flüsse und Seen ab.
Schliesslich versickern nochmals 30 Tropfen im Boden und werden zu Grundwasser. Früher glaubte man, Grundwasser ruhe im Boden. Heute ist klar, dass Grundwasser dynamisch ist. Ins Grundwasser sickert auch Flusswasser (Infiltration), wenn der Flusspegel höher steht als der Grundwasserpegel. Sind die Höhenverhältnisse umgekehrt, kann Grundwasser auch in Bäche und Flüsse fliessen. Von Grundwasser spricht man, wenn das Wasser die Hohlräume im Untergrund zusammenhängend und vollständig ausfüllt.
Der Boden als Reinigungsstelle
Entscheidend ist, dass der Boden das versickernde Wasser reinigt:
1. chemisch und biologisch: Ton-Humus-Komplexe im Boden binden unerwünschte Stoffe. Eine wichtige Funktion erfüllen Pflanzen und Bodenbakterien. Dies geschieht namentlich in den oberen Schichten. 2. physikalisch, indem er den Schmutz wie ein Sieb zurückhält. Dies geschieht im natürlichen Untergrund.
Im Jura und in den Voralpen ist der Untergrund, der das Wasser leitet, vorwiegend verkarstet. Solche Gesteine, die verkarsten, sind unter anderem Kalkstein und Gips. Als Karst bezeichnet man Landschaften, die durch Auflösung wasserlöslicher Gesteine entstanden sind.
Die mächtigsten Grundwasserströme fliessen durch die Schotterablagerungen des Mittellandes - durch Lockergesteins-Grundwasserleiter. Schotter ist aus Sand und verschieden grossen Geröllen zusammengesetzt, was unterschiedliche Porengrössen ergibt. Im Hügelgebiet des Mittellandes und in den Alpen fliesst das Wasser durch Spalten und Klüfte im Fels.
Grundwasser kann weitgehend so, wie es aus dem Boden kommt, als Trinkwasser genutzt werden. Seewasser hingegen muss aufwändig und mehrstufig aufbereitet werden, bis es die nötige Qualität erreicht.
Streng kontrolliert
Die SWG sichert die Wasserqualität durch eine permanente und automatisierte Kontrolle. So werden folgende Wassereigenschaften dauernd überprüft:
- Fluoreszenz (wichtig bei Öl) - Trübungen (diverses Material im Wasser) - Nitrat (z. B. infolge Düngereintrag, Stickstoff) - pH-Wert (Säuren) - Leitfähigkeit (Mineralisation/Wasserhärte) - Sauerstoffgehalt - Temperatur
Wo das Grundwasser von selber an die Oberfläche kommt, entstehen Quellen. Wo dies nicht der Fall ist, bohrt man Brunnenschächte und pumpt das Wasser hoch. Das Wasser gelangt via Öffnungen ins Filterrohr und von dort nach oben.
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